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Eröffnung der Medicoreha Welsink Akademie in Neuss- Gespräche mit Gesundheitsminister Gröhe und Rita Süssmuth
Am 15. August 2015 wurde die Medicoreha Welsink Akademie als neue Ausbildungsstätte für Physiotherapeuten und Ergotherapeuten in Neuss eröffnet.
Eingeladen waren namhafte regionale und nationale Vertreter der Gesundheitspolitik, Fachhochschulen, Kliniken und die Bundes- und Landesvorsitzende Andrea Rädlein und Rita Schütte.
In ihrem Impulsvortrag zur Situation der Physiotherapie in Deutschland hob Andrea Rädlein das langjährige Engagement der Medicoreha für eine zukunftsorientierte Physiotherapieausbildung hervor, die auch jetzt in der Kooperation mit der Fachhochschule Niederrhein und einem Konzept zur Berufsausbildung von Spitzensportlern in therapeutischen Berufen neue Wege eröffnet.
Sie beleuchtete aber auch sehr kritisch die jetzigen Rahmenbedingungen im Berufsfeld "Physiotherapie". Schulgeldfreiheit oder gar eine Entlohnung während der Ausbildungszeit ist für Physiotherapieschüler noch visionär. Die Deckelung der Gesundheitsausgaben zieht ein extrem niedriges Gehaltsgefüge nach sich und viele Schulabsolventen starten erst gar keine "Berufskarriere " oder wechseln nach kurzer Zeit in Branchen wie Fitness und Touristik oder beginnen ein Studium. Schon jetzt gibt es Einschränkungen in der Versorgung und Physiotherapie steht nach dem WIS Report auf dem 2. Platz der sogenannten Engpassberufe.
Die Kampagne „38,7% mehr wert“ des Berufsverbandes PHYSIO DEUTSCHLAND zeigt den dringenden Handlungsbedarf durch die Politik. Das Versorgungs-stärkungsgesetz reicht nicht aus um den Beruf der Physiotherapie auch zukünftig attraktiv zu machen.
Im Anschluss nutzten Frau Rädlein und Frau Schütte die Gelegenheit, mit Gesundheitsminister Gröhe und der ehemaligen Gesundheitsministerin Rita Süssmuth über die Themen Therapeutenkammer, Schulgeldfreiheit, leistungsgerechte Vergütung und Direktzugang zu diskutieren. Auch wenn es unterschiedliche Auffassungen gab, bestärkte Frau Süssmuth die Verbandsvertreterinnen in dem politischen Druck nicht nachzulassen: "Es muss jetzt etwas passieren; sonst ist die Versorgung durch Physiotherapeuten gefährdet"