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18.02.2021

Austausch für Angestellte aus dem stationären Bereich: Änderungen im Jahr 2021 und COVID-19

„Ich begrüße Euch zum schönsten Teil des Tages!“, so hieß Marc Akel, Beiratsmitglied PHYSIO-DEUTSCHLAND NRW die ca. 30 Teilnehmenden beim bundesweiten Online-Treffen für Angestellte im stationären Bereich am 11.02.2021 willkommen. So sahen es auch die Teilnehmenden, denn das Feedback war durchweg positiv! Das neue Format basiert auf Austausch und Erfahrungsberichten und wurde von den Landesverbänden Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen organisiert.

Eine kurze Umfrage zu Veranstaltungsbeginn zeigte: Tatsächlich hatten sich Physiotherapeut*innen aus den verschiedensten Teilen Deutschlands zugeschaltet! Egal ob Mitglied oder Nichtmitglied, zu dieser Auftaktveranstaltung waren alle willkommen. Die eine oder der andere entdeckte in der Runde sogar Bekannte, die sie jahrelang nicht gesehen hatten.

Was ändert sich 2021 im stationären Bereich?

„Traut Euch was zu sagen oder zu schreiben, unser Treffen heute lebt von Euren Erlebnissen und Berichten“, so Marc Akel, der als Physiotherapeut selbst die leitende Position in zwei Kliniken einnimmt. Dieser Aufforderung kamen die Teilnehmenden gerne nach. So ergab sich beispielsweise ein offener Austausch zu der Frage, ob die Physiotherapeut*innen an den jeweiligen Kliniken eigene Leitungen haben oder der Pflegedienstleitung unterstellt sind und wie sich dies auf den Arbeitsalltag auswirkt. Denn die Pflegepersonaluntergrenze wurde zum 01.01.2021 auf die Innere Medizin und Viszeralchirurgie ausgeweitet, was sich in manchen Fällen indirekt auch auf die Personalplanung der Kliniken in der Physiotherapie auswirken könnte.

Eine weitere Diskussion stieß die neue Qualitätsrichtlinie zur Versorgung der hüftgelenknahen Femurfraktur an, die beinhaltet, dass täglich Physiotherapie zur Verfügung stehen muss. Gibt es überhaupt noch Kliniken, in denen Physiotherapeut*innen samstags und/oder sonntags nicht arbeiten? Falls am Wochenende gearbeitet wird, wie wird dies organisiert? Kann dies über einen Rufdienst abgedeckt werden?

Erfahrungen mit der Behandlung von COVID-19-Patient*innen

Neben den Neuerungen ab 2021 war das Dauerthema COVID-19 der zweite Schwerpunkt des Treffens. Hannah Hecker, Vorsitzende PHYSIO-DEUTSCHLAND BaWü, startetet hierzu mehrere kurze anonyme Umfragen unter den Teilnehmenden. So stand schnellt fest: In der Mehrheit der Kliniken, in denen die Angestellten tätig sind, werden COVID-19-Patient*innen physiotherapeutisch behandelt. Und die meisten der Abstimmenden haben in der Pandemiezeit keine fachfremden Tätigkeiten übernommen (z.B. Triage an der Pforte mit Fieberthermometer und Fragebogen). Daran schlossen sich konkrete Tipps von Teilnehmer*innen an, wie und welche physiotherapeutischen Behandlungen COVID-19-Patient*innen bei der Genesung unterstützen.  

Startschuss für noch mehr Austausch für Angestellte

Die Antwort auf die Frage, ob das Format den Teilnehmenden gefallen hat, fiel einstimmig positiv aus! Am liebsten soll der Austausch monatlich oder vierteljährlich stattfinden. „Eine Stärke unseres heutigen Treffens war, dass es sich speziell an Angestellte im stationären Bereich richtet. So können wir auch inhaltlich in die Tiefe gehen“, fasst Hannah Hecker zusammen. „Diesen offenen Austausch unter Gleichgesinnten möchten wir weiter ausbauen.“ Entsprechende Veranstaltungen für Leitende Angestellte im stationären Bereich und Angestellte in ambulanten Praxen finden am 23.02.2021 und 10.03.2021 statt.